Auto Meteoriten

Aus Museum für Auto-Kolonialisierung
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Abteilung für Auto_Meteoriten

In der Sammlung des Museums für Auto-Kolonialisierung befinden sich derzeit drei Meteoriten. Meteoriten bestehen meist überwiegend aus Silikatmineralien oder Eisen-Nickel-Legierungen. Da es sich fast immer um vielkörnige Mineralaggregate handelt, werden Meteoriten unabhängig von ihrer chemischen Zusammensetzung zu den Gesteinen gezählt.

Den Ursprungskörper, der sich noch im interplanetaren Raum befindet, bezeichnet man als Meteoriden. Beim Eintritt in die Atmosphäre erzeugt er eine Leuchterscheinung, die als Meteor bezeichnet wird. Der Meteoroid verglüht entweder als Sternschnuppe in der Erdatmosphäre oder erreicht als Meteorit den Boden.
Meteoroiden, die aus dem Sonnensystem stammen, haben im Bereich des Erdorbits eine maximale heliozentrische Geschwindigkeit von etwa 42 km/s. Da die Bahngeschwindigkeit der Erde etwa 30 km/s beträgt, sind Relativgeschwindigkeiten von maximal 72 km/s oder 260.000 km/h möglich.
Das Gestirn im Hintergrund des Bildes wurde von Ursula Marvin, Smithsonian Astrophysical Observatory als der Meteorit von Ensisheim vom 7. November 1492 identifiziert.[1] Auf Grund ihrer Nachforschungen ergab sich, dass Dürer die Explosion des Meteoriten über dem Oberelsass auf die Rückseite einer kleinen Holztafel gemalt hatte, mit Dürers Gemälde des Hieronymus (Kirchenvater) als Büßer auf der Vorderseite. Das Werk wurde erst 1956 als Dürers Werk von Kunsthistoriker David Carritt erkannt.[2] Es ist jetzt an der National Gallery of Art, London. Damals, im Alter von 21 Jahren, hielt er (Dürer) sich in Basel auf, das 38 km von Ensisheim entfernt ist, und war nahe der Flugbahn des „Donnersteins.“ Offenbar sah (und hörte) er den Himmelsblitz.[3]
Wie die Meteroitengestein-Figur(Abb. links) aus kunsthistorischer Sicht einzuordnen ist, darüber war sich die Arbeitsgruppe aus Geologen und Planetenforschern nicht ganz sicher - auch wenn die Beteiligten Meinungen mehrerer Experten einholten. Eine in ihrem Fachartikel geäußerte Vermutung lautet, dass die Statue vor rund tausend Jahren im Grenzgebiet von Sibirien und der Mongolei oder in Tibet entstanden ist und aus der Bön-Kultur stammt.
Klarer ist dagegen die Angabe, wie sie nach Europa gelangte. „Nach unserem Wissen wurde die Statue von einer Tibet-Expedtion der Jahre 1938 - 1939 nach Deutschland gebracht, die von Ernst Schäfer (Ethnologe und Zoologe) geleitet wurde und im Auftrag der nationalsozialistischen Regierung stattfand“. An dieser Forschungsreise hatten nur SS-Mitglieder teilgenommen. Man könne spekulieren, ob sie die Figur wegen der Swastika auf der Brust mitgenommen hätten.
Bis heute ist nur ein einziger Fall bekannt, bei dem ein Mensch nachweislich von einem Meteoriten direkt verletzt wurde: Am 30. November 1954 durchschlug der 5,56 kg schwere Meteorit von Sylacauga im US-Bundesstaat Alabama das Dach eines Autos und traf, vom Aufprall auf das Radiogerät bereits gebremst, die hinter dem Steuer sitzende Hausfrau Ann Elizabeth Hodges am Arm und an der Hüfte, was großflächige Blutergüsse zur Folge hatte.

(siehe wikipedia, Meteorite)

Einzelnachweise

  1. Meteorite History, Science, History and the Arts, Number 13, p. 8. Smithsonian Institution, (Summer 2006).
  2. Carritt, David Graham (1927–1982), art historian and picture dealer, in: Oxford Dictionary of National Biography
  3. Ursula B. Marvin, The meteorite of Ensisheim - 1492 to 1992. Meteoritics 27, p. 28-72 (1992).