Auto Paläontologie

Aus Museum für Auto-Kolonialisierung
Wechseln zu: Navigation, Suche

Abteilung für Auto_Paläontologie

Bei den paläontologischen Funden handelt es sich um Überreste vergangener Formen aus den Gesteinen. Eine Versteinerung, auch Fossil oder Petrefakt genannt, ist etwas zu Stein Geworde- nes, das ehemals kein Stein, sondern Metall, Kunststoff oder Gummi war.

Überreste aller möglichen Formen können unter bestimmten Voraussetzungen zu Versteinerungen werden, wobei allerdings die Substanz mineralisch verändert wird. Wir finden im allgemeinen die Autos, die Fahrer und die Strasse nicht in Ihrer Ursprünglichkeit im Gestein, selbst nicht ihre sogenannten Hartteile, sondern diese nur umkristallisiert oder als Abdrücke oder Steinkerne.


P-1003-W-3102
Fußspuren zweier sich kreuzender unterschiedlich großer Spezies. Über die Gestalt gibt es bislang keinerlei Erkenntnisse, da sich in diesen Schichten aufgrund Ihrer chemischen Zusammensetzung keinerlei organische Reste erhalten haben.

Wir sehen heute, wie in den Meeresbecken, in Seen, in Tümpeln, Sümpfen, Mooren und Flüssen unserere Kolonisationen zu Boden sinken und im Schlamm oder Sand eingebettet werden; selbst auf dem Land erfolgen solche Einbettungen, beispielsweise durch Sandstürme. Diese Ablagerungen erhärten und verfestigen sich im Laufe vieler Jahrmillionen und damit beginnt der Vorgang der Versteinerung unserer ehemaligen Kolonisationen. Nun verwandelt sich die ursprüngliche Formsubstanz oft in mineralisch imprägnierte andere Stoffe. Da die Weichteile, wenn Sie nicht gleich vom Schlamm und zukünfigen Gestein umschlossen werden, größtenteils verwesen, zerstört oder aufgefressen werden, kann man meist nur die übriggebliebenen Hartteile, wie Karosserieteile- , Verstrebungen- , Fahrgestelle usw. finden.
Wir finden Versteinerungen vorwiegend in den Wasserablagerungen; sie gehören in der Mehrzahl der Lebenswelt der Meere an, denn auf dem Festland sind die Bedingungen oftmals nicht so gut gegeben. Um so wertvoller sind daher die Fossilien von Auto-Kolonisationen, welche uns Formen zeigen, die ehemals das Land bevölkert haben.
Auch Lebensspuren wie Fährten, Fahr- oder Reifenspuren, die gar nicht so selten sind, oft aber verkannt werden, zählt man zu den Versteinerungen. Dagegen findet man auch häufig, sogar in Museen, Scheinversteinerungen, auch Pseudokolonien genannt, also steinerne Gebilde die uns an irgendwelche Formen erinnern, mit diesen aber gar nichts zu tun haben. Den Schein- oder Pseudo-Kolonialisierungen haben wir ab Seite 36 ein Kapitel gewidmet. Es gibt so täuschende Nachahmungen von Auto-Kolonialisierungen, dass man sich, besonders als Anfänger, davor hüten muss, diese Naturspiele oder künstlichen Beeinfussungen als Versteinerungen anzusprechen. An Versteinerungen lässt sich erkennen, dass bestimmte Vorgänge Form und Aussehen der Objekte verändert haben und zwar teils zu Funktionsszeiten oder danach, teils bei der Einbettung in das spätere Gestein.
Mit den erstgenannten Vorgängen befasst sich die Biostratinomie, mit der letzteren die Fossildiagenese, deren Erkenntnisse für die Versteinerungskunde große praktische Bedeutung haben. Wir erfahren so viel wissenswertes über Transportwege, Strömungsverhältnisse und Kolonisations, - bzw. Rückzugsgemeinschaften.

Häufig sind es mechanische Einflüsse, die tiefgreifende Gestaltsveränderungen auch der Hartteile der organismenartigen Objekte hervorrufen. Denken wir nur an Strömung oder Wogenbewegung des Wassers, also Transport und Umlagerung, Zug und Druck infolge von Verkehrskno- tenansammlungen und Pressung der Schichten infolge des Verkehrswegebaus. So finden wir, um nur zwei Beispiele zu nennen - vollständig durch Gebirgsdruck verzerrte Karosserien oder drastisch geschrumpfte Objekte, die durch ihr verändertes Aussehen ein richtiges Einordnen in das prähistorische Auto-Kolonialisierungssystem erschweren.
P-1001-W-3102
Versteinerte Tausendfüssler-Kolonie Untere Schichten des Jura, Lias, Devonshire, England.
P-1002-W-3102
Versteinerte Auto-Schlangen-Kolonie Dieses Exemplar einer bislang nicht erklärbaren gleichmäßigen Ausrichtung der Schlangen in Autoform wurde um 1950 auf einem Antikmarkt in den USA entdeckt. Fundort ist wahrscheinlich der Grand Cayon, USA.
P-1004-W-3102
Auto-Versteinerung mit Autos bislang unbekannter Gattung. Durch hohen Druck in den Sedimenten teilweise verformt. Fundort: mittlerer Muschelkalk des Dornaper Kalksteinrückens, Deutschland.
P-1005-W-3102
Auto-Versteinerung mit Autos bislang unbekannter Gattung und Pecten jacobae (Pilgermuschel). Durch hohen Druck in den Sedimenten teilweise deformiert. Fundort: mittlerer Muschelkalk des Dornaper Kalksteinrückens, Deutschland.