Museum für Auto-Kolonialisierung

Aus Museum für Auto-Kolonialisierung
Wechseln zu: Navigation, Suche

Grusswort

Willkommen im Museum für Auto-Kolonialisierung.

In dieser Sammlung wird dem Auto als Naturphänomen und kulturellem Wert mit tiefer Verankerung in allen Bereichen der organischen und anor- ganischen Natur Rechnung getragen.
Schätzen Sie sich glücklich, in die Pionierarbeit dieses neuen Wissensge- biets eingeführt zu werden und die seltenen Funde erstmals im Original ausgestellt sehen zu dürfen.
Das Museum für Kolonialisierung widmet sich verschiedenen in den letzten Jahrzehnten entdeckten Phänomenen von Besiedlung bzw. Kolonisation bisher nicht vollständig erklärbaren Naturerscheinungen in Form von Auto- Kolonisationen bei denen sich selbst organisierende Kolonisationen durch Autos stattfinden. Genau genommen haben wir es also mit einem Auto-Auto-Kolonialismus (Auto (für selbst) -Auto (für Kfz) -Kolonialismus) zu tun.
Das Museum für Auto-Kolonialisierung hat sich zur Aufgabe gemacht, diese Phänomene zu dokumentieren und wissenschaftlich aufzuarbeiten.

Eine Datierung der Funde ist oftmals sehr schwierig, da die Objekte über verschlungene Pfade ins Museum gekommen sind. Lange wurde die Besonderheit dieser Objekte zwar erkannt, da aber die erkenntnistheore- tische Grundlage fehlte, konnte keine Zuordnung der Fundstücke gesche- hen und die Stücke blieben als blinder Fleck der Wissenschaft im Depot. So ist es von überragender Bedeutung zwischen ästhetischem Erschei- nungbild, dem Alter des Objektes, der Häufigkeit und der wissenschaft- licher Bedeutung, abzuwägen, um den wahren Wert des einzelnen Exponates ermitteln zu können.

Weiterhin wird im Museum für Kolonialisierung die Frage nach der eigentlichen Erkenntnisfähigkeit von Ausstellungsbesuchern mit der Frage nach dem Gefühl der eigenen kulturellen Höherwertigkeit verknüpft, da auch Museen als Kolonisationsstrukturen – Stichwort: sendungsideologische Rechtfertigungsdoktrinen – begriffen werden können.

Nun wünsche ich Ihnen viele neue Erkenntnisse bei der Lektüre unserer ersten Publikation!


Heinrich Weid
Leiter des Museums für Auto-Kolonialisierung